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 Die Käseherstellung

 Nach der ersten Trennung von Gallerte und Molke ging man zum eigentlichen Kochen über: die Masse wurde erhitzt und durch ein Rührwerkzeug ständig in Bewegung gehalten. Unter dem Kessel wurde trockenes Holz entzündet, um die Temperatur des Bruchs auf 50-52 °C zu bringen, besser 50, wenn die zur Verkäsung bestimmte Milch sauer und mager war.

Während dieses Vorgangs wurden oft die Hemden der "sotcaldéra" (der Käsergehilfen)angesengt, denen die niedrigsten und mühsamsten Arbeiten zustanden.

Nach dem Erhitzen wurde der Kessel vom Feuer genommen und das Rührwerk entfernt; die Bruchkörner sanken auf den Boden ab und bildeten spontan einen Teig, den Käse.
Das Herausheben des Bruchs erfolgte mithilfe eines Tuchs und war ziemlich mühsam. Die Käser in Reggio bedienten sich lieber einer Schaufel. Der gehobene Käsebruch wurde dann eine halbe, höchstens eine Stunde in einem Eimer zum Ruhen gebracht, damit die noch darin enthaltene warme Molke abtropfen konnte.

fascera
Die Formung
Die Masse wurde anschließend mitsamt dem Tuch in die "fascera", die Käseform gepresst, einen relativ hohen Holzreifen mit einer festen Schnur, die dazu diente, die Form je nach Bedarf zusammenzuziehen oder zu erweitern.
Für einen Laib aus etwa 5-6 Doppelzentner Milch maß die Form 22 Zentimeter in der Höhe und das Doppelte im Durchmesser.

 
 
   
> Eine Kunst, die die Jahrhunderte überlebt hat
> Am Anfang des 20. Jahrhunderts
>  Die Käseherstellung
> Die Auslieferung auf den Markt
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
 
 
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